Sunday sunny Sunday

Bevor ich zu meinem Bericht über den gestrigen Sonntag komme (am siebten Tage soll man ja ruhen, deshalb also heute ein Nachbericht ;-)), möchte ich kurz die Gelegenheit nutzen, um…

…mich bei allen für das zahlreiche Feedback auf verschiedenen Kanälen zu bedanken! Ganz besonders auch bei NYC dem Offiziellen Guide für die heutige Blog-Empfehlung auf Facebook!

…zu sagen, dass mich die ein oder andere Frage nach Tipps & Ähnlichem erreicht, ich gebe mein Bestes, sie zu beantworten! Wenn ihr auch etwas wissen wollt, schreibt einfach ins Feedback-Formular auf der About-Seite oder kommentiert einen Beitrag.

…neue Leser zu begrüßen. Sogar in Taiwan erfreut sich wohl jemand an meinen kleinen Geschichtchen aus der großen Stadt. Hätte ich nie gedacht, aber das ist toll und ich freue mich sehr!

So nun aber zum Sonntag. Ich wache auf: Hals brennt, Nase zu, Ohren drücken, Kopf dröhnt. Juhu. Super timing, ein Tag vor Praktikumsstart meldet sich eine Erkältung lautstark zu Wort. Ich greife zur Tasse mit dem chinesischen Teegebräu, das mir der Medizinmann verschrieb. Eine Mischung aus unzähligen Pülverchen rühre ich nun täglich brav in heißes Wasser und tanze Beschwörungsformeln murmelnd um den Kupferkessel…nein nicht ganz, aber fast. Außerdem zwinge ich mich noch weiter brav Wasser zu süffeln, das freut sicherlich das schwache Yin meiner Niere. Ich krieche aus den Federn. Frühstück! Frisch getoasteter (naja…irgendwie macht mein 12-Dollar-Toaster aus Jack’s 99 Cent Store nicht den allerstabilsten Eindruck, aber er ist noch nicht explodiert) Bagel,,,Nutella, Philadelphia, Erdbeermarmelade. Alles da. Ich lasse es mir schmecken. Und oh Wunder, ob’s an der Schokocreme liegt? Ein bisschen scheinen die Lebensgeister zurückzukehren. Ich versuche ein bisschen dem Chaos auf meinen 20m² hier Herrin zu werden. Ob ich einen neuen Ausflug auf die Straßen der Stadt wage? Testen was heute Körper und Seele dazu meinen? Draußen schäkert schon wieder die New Yorker Sonntagssonne mit mir….so meine ich zumindest durch das Fenster des Grauens  erkennen zu können. Okay, überredet. Doch bevor es rausgeht, möchte ich den nächsten Schritt im Projekt „Mein Apartment soll schöner werden“ machen und die hart erkämpften Poster aus dem Met Store aufhängen. Als alles (Monet, van Gogh, altrömisches Fresco und Lagerfeld) dort pappt, wo ich es haben möchte, spaziere ich los.

Es geht mal wieder Richtung High Line. Eigentlich war ich ja gestern von der Giovanni Rana Bolognese angefixt und wollte mir das als Sonntagsmahl gönnen. Aber bei der High Line angekommen, merke ich, dass ich einfach keinen Appetit habe. Also lasse ich Giovanni Rana Giovanni Rana sein und spaziere die High Line gen Norden entlang, Hach ja, schon schön so. Aber mir wird auch wieder schwer ums Herz. Mein Verstand sieht, dass viele Leute alleine dort sitzen, sinnieren, lesen, essen. Mein Herz sieht nur die Pärchen, Familien, Cliquen und ich fühle mich einsam. Ich setze mich auf eine Holztreppe und tröste mich mit dem gestern gekauften Brownie von Amy’s Bread. Immerhin dieser ist wirklich ein Genuss. Kräftig schokoladig, „moist“, aber ohne übersüß und so mächtig zu sein, dass einem nach drei Bissen schlecht würde. Irgendwann erhebe ich mich und laufe weiter bis zum Ende der High Line in der 30. Straße und stelle fest, dass dieser Teil noch nicht wirklich ausgreift ist und mich künftig wohl eher nicht mehr zu Gesicht bekommen wird. Zurück auf Höhe der 26. Straße verlasse ich den Park und gehe Richtung 6th Avenue. Denn dort, exakt gegenüber vom Holiday Inn Hotel, befindet sich meine Lieblingsfiliale von Buffalo Exchange und was gibt es Gemütlicheres als am Sonntagnachmittag ein bisschen in toller Second Hand Mode zu wühlen? Doch, ach oh Schreck, ich stehe vor der Geschäft und stelle fest: Die haben sich ja vergrößert! Doppelt so groß wie noch im Frühsommer! Mein armer Koffer und Kleiderschrank. Ich betrete das Geschäft. Eigentlich ist mir gar nicht nach Shoppen, ich merke wie es im Rachen wieder kratzt, in der Nase kitzelt. Aber wie in Trance sondiere ich dennoch das Angebot. Als erstes geht mir eine Winterjacke (Kenneth Cole für 48$ – konnst net meckan, wie Herr Schuhbeck sagen würde) ins Netz. Dann häufen sich die Kleider auf meinem Arm. Mist, muss ich doch anprobieren gehen. Am Ende kommen noch ein Banana Republic Strickkleid und ein kleines Schwarzes von Hugo Boss dazu. Doch noch während ich die Geldbörse in der Handtasche verstaue und wieder auf die Straße trete, merke ich, wie die Erkältung wieder in mir hochkriecht.

In der 6th Avenue laufe ich südwärts, heimwärts. Doch weit komme ich nicht, mache ich in der Ferne doch die Bäume des Madison Square Park aus. Sehnsuchtsort. Ich laufe hin. Shake Shack zur rechten, Eataly zur linken. Und ich habe null Hunger, null Appetit. Mist. Dafür habe ich nun Schnupfennase, es friert mich. Nicht gut. Ich seufze, lächle trotzdem kurz, denn: Ich muss mich nicht zwingen, es ist kein „jetzt oder nie“, denn ich kann ja jederzeit wiederkommen. Also ab in die warme U-Bahn und heim unter die heiße Dusche, dann nochmal heiße Suppe, Chinatee und zur Sicherheit noch ein bisschen Aspirin dazu (get the best of both worlds ;-)). Und ab ins Bett…schließlich beginnt ja morgen mein neues Praktikums-Leben und vielleicht kann ich ja noch ein bisschen gesunden….

Noch ein „find“ von unterwegs….für alle, die es sich mal richtig geben wollen, aber auf die gesunde Öko-Art:

P1000541_small

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s